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SONDERAUSSTELLUNG
"TOP 4"
22. FEBRUAR – 31. MAI 2015

  • Rolf GITH (Wiesbaden)
    Malerei
  • Heng LI (Haar)
    Malerei
  • Hans-Otto LOHRENGEL (Breitscheid)
    Skulpturen
  • Betty RIECKMANN (Hildesheim)
    Lichtkunst

Unter dem Titel "TOP 4" zeigt das Museum Modern Art Hünfeld in der ersten Sonderausstellung dieses Jahres Werke von vier Teilnehmer/innen des Kunstwettbewerbs 2014.

Neben den drei Preisträgern Heng Li (1. Preis, Malerei), Hans-Otto Lohrengel (2. Preis, Skulpturen) und Betty Rieckmann (3. Preis, Lichtkunst), wird auch eine Auswahl hyperrealistischer Ölgemälde von Rolf Gith aus Wiesbaden präsentiert.

VERNISSAGE:
SONNTAG, DEN 22. FEBRUAR 2015
UM 15.00 UHR

Die Vernissage findet im Hauptgebäude/Altbau statt und wird musikalisch begleitet von der Gruppe "Deuce". Die Künstler sind anwesend.

Am Tag der Vernissage ist der Eintritt frei.

 

ROLF GITH


Rolf Gith: "message of light and color – Anubis ", 2005, Eitempera und Harzölfarbe auf Leinwand,
150 x 150 cm

 

VITA ROLF GITH:

  • 1950 geboren in Hamburg
  • ab 1964 Aktzeichnen bei Eduard Hopf
  • ab 1965 Malerei im Atelier Werner S. Freytag
  • 1968–1973 Studium an der Hochschule für bildende Künste, Hamburg
    Visuelle Kommunikation bei Prof. Hans Michel
    Freie Malerei bei Prof. Hans Thiemann,
    Prof. Paul Wunderlich und Prof. Rudolf Hausner
  • 1971 Studienstiftung des deutschen Volkes für Malerei
    Examen Visuelle Kommunikation
    Studienaufenthalte in Florenz und Rom
  • seit 1973 Maler, Zeichner, Bildhauer und Designer
  • 1973–1981 Großformatige Aktmalerei
  • 1981 Wohnungswechsel nach Wiesbaden
  • 1981–1995 Portraits und freie Zeichnungen
  • 1990–2001 Lehrauftrag an der Fachhochschule Mainz
    Vorlesungen an der Kunsthochschule für Medien, Köln
    Gastprofessur an der Hochschule der Künste, Bremen
  • 1996–2008 Werkblock: "message of light and color"
  • 2009–2013 Werkblock: "sign of light"
  • seit 2014 Werkblock: "low light"

INTENTION ROLF GITH:

Zentrale Themen aller Arbeiten sind das Licht und die Farbe in der Malerei. Diese Malerei in seiner reinsten Form wird durch eine aufwändige Schichtentechnik realisiert. Die sinnliche Erfahrung der Dinge wird noch einmal gesteigert durch das Blow-up-Verfahren; der Betrachter wird in die Dinge hineingezogen und erlebt sie neu. Es sind Stillleben im wahrsten Sinne. Dabei treten die Requisiten des Bildes, wie Wachs, Fell oder Schädel aus ihrer profanen Rolle heraus und erhalten eine für den Betrachter existentielle, magische Bedeutung.

 

HANS-OTTO LOHRENGEL


Hans-Otto Lohrengel: "Wellenstele mit harmonischen Elementen", 2004, Lindenholz, Höhe: 2 m

 

VITA HANS-OTTO LOHRENGEL:

  • 1953 Geboren in Köln
  • 1976–1983 Studium der Bildhauerei / Bauplastik / Freie Kunst,
    FH für Kunst und Design Köln (ehem. Kölner Werkschulen)
  • Seit 1983 Freischaffend tätig mit Atelier im Raum Koblenz
  • Seit 1984 Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler Rheinland-Pfalz
  • Seit 1988 Aufbau einer Bronzeedition
  • 1996/1998 Künstlerportrait im SWR Fernsehen
  • 1998–2000 Vertreten im Handbuch der Editionen

  • Mehrfacher 1. Preisträger bei Kunst am Bau Wettbewerben
  • Öffentliche und private Aufträge für Kunst am Bau in in Rheinland-Pfalz,
    Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt
  • Zahlreiche Ausstellungen und Beteiligungen im In- und Ausland

INTENTION HANS-OTTO LOHRENGEL:

Die Wellenform als Urelement des Wassers, als Ursymbol der Erdgeschichte, ist die Grundform, das tragende Element neuerer Werkreihen. Die Gegenüberstellung von harmonischen und aggressiven Formelementen die Kernaussage.

Das Thema Wasser bietet mannigfaltigen und unerschöpflichem Formenreichtum. Eine
formale Reduktion, hin zum Einfachen, Sparsamen, Wesentlichen und zum Meditativen.
Vom figurativen Träger befreit, können sich die Formelemente im Raum frei entfalten.

Umgesetzt in die Bildsprache steht das Runde, Wellenförmige hier als Symbol für Harmonie und Stärke, das Kantige, Eckige für Aggression und Schwäche. Dem Künstler geht es dabei auch um die plastische Darstellung, die Sichtbarmachung des Gleichgewichtes zwischen zwei sich wiederstrebenden Elementen. Er stellt sie formal gegenüber und erzeuge damit eine thematische und formale Spannung.

 

HENG LI


Heng Li: "Dharma", 2014, Öl auf Leinwand,
210 x 100 cm

 

VITA HENG LI:

  • 1979 Geboren in Urumqi Xinjiang
    ( V. R. China)
  • 1996–1998 Besuch der angeschlossenen Mittelschule der zentralen Akademie der
    Bildenden Künste in Peking
  • 1999–2000 Studium der Malerei am I. E. Repin-Institut für Malerei, Plastik und
    Architektur in St. Petersburg
  • 2000–2001 Mitarbeiter am Performance Zentrum der China Central Television
    (CCTV) in Peking
  • 2001–2002 Tätigkeit als freischaffender Maler in China, Reisen durch die V. R. China
  • 2002–2004 Tätigkeit als freischaffender Maler in München, Besuch der deutschen
    Sprachschule in München
  • 2004–2009 Studium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
  • 2009 Meisterschüler an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg bei Prof. Ottmar Hörl
  • 2010 Absolvieren an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
    Lebt und arbeitet in München

INTENTION HENG LI:

Durch Kratzen in die mehrfach aufgetragenen Schichten der Farbe mache ich das Gras sichtbar, durch Wischen mit einem Tuch in der Ölfarbe akzentuiere ich die Atmosphäre und Weite des Himmels. Meine reduzierte Technik erzeugt in den Bildern die klare Struktur des Yin und Yang: eng miteinander verbundene und doch gegensätzlich wirkende Kräfte. Die Eigenschaften des Materials und die Komposition der Werke verdichte ich mit dem Inhalt des Gezeigten. Dadurch drücken die Gemälde eine außergewöhnliche Beschaffenheit aus.

Ich verwende gleichzeitig unterschiedliche Perspektiven (Frosch-, Horizontal-, Vogel-,
Zentral- und Multiperspektive) – ein Zustand, der unsere visuelle Gewohnheit überfordert: Der Betrachter erhält durch bekannte Dinge zugleich ein ungewöhnliches und neues sowie ein unlogisches und logisches Gefühl des Verstehens. So wie wir das Gras betrachten,
so mag uns eine göttliche Macht von oben ansehen.

In den Bildern herrscht stets eine ausdrucksstarke Atmosphäre und intensive Stimmung, die sowohl mystisch als auch melancholisch geprägt ist oder sich in einem transzendenten Zustand befinden kann.

 

BETTY RIECKMANN


Betty Rieckmann: "a morphing Frank Stella",
2014, computer gesteuertes Lichtobjekt,
1 m x 1 m x 0,4 m

 

VITA BETTY RIECKMANN:

  • 1986 geboren in Palo Alto, Kalifornien/USA
    seit 1997 in Deutschland
  • 2011 Diplom an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe
  • 2012 Studium Lighting-Design an der HAWK Hildesheim
  • 2014 Bachelor in Lighting-Design an der HAWK Hildesheim
  • seit 2012 Arbeit als freischaffende Künstlerin

INTENTION BETTY RIECKMANN:

Diese Arbeit ist eine Kombination von Frank Stella und James Turrell.

Inspiriert von der Serie "concentric squares" von Frank Stella, bei dem jeder Rahmen eine andere Farbe hat, versuche ich mit meiner Arbeit die Farbgebung der Rahmen durch Licht zu ersetzten. Um dies zu ermöglichen muss das Lichtbild plastische Gestallt annehmen. James Turrell hat als erster Räume mit Licht eingefärbt und so mit unserer Wahrnehmung gespielt. Diese Räume haben ihre Tiefe verloren und wirkten wie eine farbige Leinwand.

Dieses Phänomen der Lichtwirkung benutze ich auf jeder Ebene in meinem Werk. Dadurch geht die
Tiefe verloren und die Skulptur wirkt wie ein Bild. Zusätzlich werden bei bestimmten Farbkombinationen die verschiedenen Rahmen in den Vordergrund oder Hintergrund springen (rot als Licht springt in den Vordergrund und blaues Licht in den Hintergrund). Das Bild wird lebendig. Nur von der Seitenansicht lässt sich nachvollziehen wie es gebaut ist und man kann so die räumliche Tiefe erfahren.
Durch die Manipulation der einzelnen Lichtebenen wird dieses Bild immer in Bewegung sein, da es sich immer wieder in neue Farbkombinationen verwandelt. Deswegen auch der Name "a morphing Frank Stella".

Ein weiter faszinierender Punkt meines Projektes ist auch, dass ich auf Grund der neuen LED-­Fortschritte (RGBW LEDs) pastellfarbiges und schwarzes Licht kreieren kann.